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Bio-Oase wieder auf dem Stadtfest vertreten

Wie schon seit über zehn Jahren ist der Runde Tisch Natur-, Umwelt und Tierschutz auch 2022 wieder auf dem Stadtfest vertreten. An der „Bio-Oase“ finden die Besucher vegane Speisen, die von den engagierten Helfern in Heimarbeit hergestellt wurden. Dazu kann man Getränke in Bio-Qualität erwerben.

Öffnungszeiten: Sonnabend, 10.9.22 11:15 – 17:00

Sonntag 11.9.22 11:15 – 17:00

Außerdem findet man engagierte Menschen zu Klöhnen, Informationen und einen Platz zum Ausruhen – eben eine „Bio-Oase“.

Befreiung hört nicht beim Menschen auf

Einen Aufruf zur Debatte linker Positionen zu Tierrechten und politischer Arbeit haben Aktivisten aus der Tierrechtsszene, von der Linken und den Grünen sowie verschiedenen Gruppen aus der Ökologiebewegung (Ende Gelände, attac usw.) publiziert. Zu den Initiator*innen gehört auch eine frühere Aktivistin des Runden Tisches (Hannah Engelmann), und die Debatte verspricht eine spannende und politische Variation des Themas, das der Runde Tisch in Buchholz vor vielen Jahren mit seiner Vortragsreihe zum Mensch-Tier-Verhältnis vorsichtig umkreist hat. In einer ersten Online-Diskussion wollen die Initiatoren das Projekt vorstellen und darüber ins Gespräch kommen (am Sonntag, 30. Januar 2022 um 17 Uhr, keine Anmeldung, einfach reinklicken: https://meet.livingutopia.org/b/sol-fag-tsu-c6f )

Salzstock in Bahlburg als Atommüllendlager ungeeignet

Auf seiner Oktober-Sitzung befasste sich der Runde Tisch Natur-, Umwelt- und Tierschutz mit der Endlagerfrage für den Atommüll. Referentin war Renate Maaß, die sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt und einen fundierten  Überblick über die Rolle der Salzstöcke bei den Planungen für ein Endlager gab.

Anlass für uns im Landkreis, sich damit auseinanderzusetzen, ist die besondere Rolle, die dem Salzstock bei Bahlburg (Winsen) in der Erkundung zukommt. Bundesweit gibt es vier geologische Formationen, die für ein Atommüllendlager in Frage kommen: (1) kristalliner Einschluss (Gestein wie Granit o.ä.), (2) Tongestein, (3) Salzstock in steiler Lage (Diapir oder Salzdom) und (4) Salzstock in Kissenlage. Für jede der vier Formationen wurde ein Referenzort benannt, an dem sozusagen stellvertretend untersucht wird, wie man zu einem Kriterien- und Bewertungskatalog kommen kann: Wie können die ca. 180 Teilgebiete in eine Rangreihe gebracht werden, die bundesweit als potenziell geeignet eingeschätzt werden.  Für das Kapitel „Salzstock, steil gelagert“ ist Bahlburg dieser Referenzstandort.

Jetzt werden die verfügbaren Daten gesammelt, die es zu diesem Standort im Landkreis Harburg gibt (z.B. aus der Zeit der Öl- bzw. Gaserkundung mithilfe von ca. zehn Probebohrungen in den achtziger Jahren). Es werden 2D- und 3D-Modelle erstellt, seismografische Untersuchungen ausgewertet usw. Es sollen aber keinesfalls spezielle neue Bohrungen durchgeführt werden, hat die Behörde zugesichert.

In dem Vortrag von Renate Maaß wurde deutlich, dass mit Salzstöcken schlechte Erfahrungen en masse gemacht wurden. Im Atommüllager Asse, in Lüneburg mit entsprechenden Erdfall-Risiken und in anderen Salzstockgebieten gibt es Erfahrungen, denen zufolge Salzdiapire überhaupt für so sensible Lagerungen kaum Frage kommen. Die Störungen, die durch die senkrechte Ausdehnung des Salzdiapirs in den letzten hunderttausenden von Jahren gesetzt worden sind, machen die Risiken unberechenbar (wie sich beim stillgelegten Atommülllager im ehemaligen Salzbergwerk Asse zeigt). Vor allem die Gefahr von Wassereinbrüchen ist kaum einschätzbar. Auch in Bahlburg wird man ohne invasive Eingriffe (d.h. Bohrungen) kein Bild vom Inneren des Diapirs gewinnen können (so die Aussage z.B. von Fachleuten des Landesbergamtes). Das Ziel, mit der Untersuchung des Salzstocks in Bahlburg ein Referenzobjekt zu beschreiben, anhand dessen man dann die restlichen Salzstöcke möglichst unaufwändig nach Eignung sotieren kann, wird so nicht erreicht. Jeder Salzstock wird gründlich und mit invasiven Methoden geprüft werden müssen – ein immenser Aufwand. Aber weniger Aufwand bedeutet weniger Zuverlässigkeit der Prüfverfahren.

Die Endlagersuche ist ein komplexes Unterfangen, das unter dem Erfolgsdruck steht, dass ein Endlager unverzichtbar ist. Aber es kann nicht sinnvoll sein, so zu tun, als gäbe es für die am wenigsten schlechten Lösungen so viele Möglichkeiten (180 potenzielle Standorte…). Die steilen Salzdiapire bzw. -Dome stellen allein schon 140 von diesen potenziellen Standorten. Es spricht vieles dafür, dass sie von vornherein ausgeschlossen werden müssten. Dann könnte man sich die stellvertretende Untersuchung des Salzstocks in Bahlburg sparen – aus zeit- und finanzökonomischen Gründen ein Gewinn.

Mit dem anwesenden Vertreter der „Bürgerinitiative (BI) gegen Atom-Endlager im Salzstock Bahlburg“, die mittlerweile als Verein gegründet ist, wurde weitere Kooperation vereinbart. Aus dem Runden Tisch war 2013 die BI „Kein Fracking in der Heide“ hervorgegangen, die sich in geologischen Themen bereits eine breite Kompetenz angeeignet hatte. Renate Maaß gehörte von Anfang an zum Sprecherrat dieser BI. Jetzt hat sie sich mit dem Thema der Salzdiapire als Endlager diesem aktuellen brisanten Thema zugewendet. Die Mitglieder des Runden Tisches verfolgen das Thema weiterhin mit engagiertem Interesse.

Buchholz, 26.10.21

Ingo Engelmann

Nachbemerkung: Unsere Salzstock-kritische Position findet in der derzeitigen Fachdebatte keine Mehrheit. Andere sind dafür, das möglichst objektive Verfahren zur Prüfung der verschiedenen vorstellbaren Standorte für ein Endlager durchzuziehen. Dabei bleiben unsere Vorbehalte auf der Strecke, dass es angesichts der jeweils sehr eigenen Struktur der verschiedenen Salzstöcke unmöglich ist, einen allgemeingültigen Kriterienkatalog (die „Bahlburg-Liste“…) zu erarbeiten, an dem dann die Verwendbarkeit jedes einzelnen Salzstocks gemessen werden kann. Das jetzt gewählte Verfahren mag objektiv sein – ist aber nicht sinnvoll und praktikabel. Darin bestärken uns Aussagen des ÖKO-Institus Freiburg und einzelner Behördenvertreter.

LPT – Versuchslabor sofort schließen!

Das Tierquäl-Labor in Mienenbüttel (Kreis Harburg) wird wohl dichtmachen – wenn der laufende Großauftrag abgearbeitet ist und die dabei verbrauchten Tiere entsorgt sind. Am 16.11.2019 wird eine Großdemonstration in Hamburg die Forderungen noch einmal mit vereinigten Kräften stützen: Das Labor in Mienenbüttel muss sofort geschlossen werden, nicht irgendwann. Tierschutz und Tierrechte können nicht zur Wiedervorlage vertagt werden. Die Tierschützer von „Lobby Pro Tier“ (was zufällig auch LPt abgekürzt wird…) und ihre Mitstreiterin Sabine Brauer haben ein Video erstellt bzw. mit der professionellen Unterstützung von Rudolf Rock & Die Schocker, Hugo Egon Balder, Henning Venske und mit der Stimme von Susi Salm produzieren lassen. Es ist auf YouTube verfügbar:

Die Großdemonstration beginnt am Sonnabend, 16.11.2019 um 14 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof / Heidi-Kabel-Platz (Ausgang Richtung Kirchenallee)

Alternative Hafenrundfahrt „Gegen den Strom“ am 22.9.2019

Eine Delegation des Buchholzer Runden Tisches für Natur-, Umwelt und Tierschutz nahm am 22.9.2019 bei strahlendem Sonnenschein an der alternativen Hafenrundfahrt zu energiepolitisch relevanten Orten des Hamburger Hafens teil. Der Hafen zeigte sich von seiner Sonnenseite, und es gab idyllische und friedliche Orte. Aber es gab auch das Kohlekraftwerk Moorburg, mit dem es Vattenfall zum Betreiber einer der fünf größten CO2-Schleudern Deutschlands gebracht hat (das schmutzigste Kraftwerk in Jänschwalde hatte Vattenfall gerade noch abgestoßen). Man konnte an den Windrädern aber auch die Bemühungen der Container-Firmen ablesen, den Energieverbrauch ihrer Betriebe regénerativer zu gestalten. Und ein Kreuzfahrtschiff auf dem dritten Terminal mitten im Hafen war auch zu sehen. Den Urantransport haben die Firmen MACS und andere vom Athabaska-Kai gegenüber Ovelgönne verlegt in ein weiter entferntes Hafenbecken, wo sie nicht so gut zu beobachten sind. Der Hafenexperte Daniel konnte aber ein Foto der Buchholzer Gruppe zeigen, auf dem ein Uran-HF-Transport im Buchholzer Bahnhof dokumentiert worden war – beim ersten Tageslicht aufgenommen, sonst fahren die Züge gern in der Nacht. Eine hochinteressante, sehr empfehlenswerte Tour.

(Text und Fotos: Ingo)

Bio Oase 2019

Weinblätter und Gemüse werden mit einer Reis- Gemüsemischung gefüllt             (Foto: Linda)

Wildtiere im Zirkus – lebhafte Veranstaltung in Holm-Seppensen

Voice for the voiceless e.V. hatten am Samstag, den 23.02.2019, nach Buchholz i.d.N. geladen und Animals United e. V. folgte der Einladung in Form eines Vortrages zum Thema Tiere im Zirkus.
Peter informierte über die aktuellen Vorgänge in Aachen rund um den Circus Balu und zeigte wichtige Hintergrundinfos zum Thema Tiere im Zirkus auf.

Sachlich mit Einführung in das Säugetiergutachten, den rechtlichen Grundlagen und Verwaltungsinformationen konnte die gut 20-wöchige Kampagne, an der Animals United mit Peter und Sascha vertreten war, vorgeführt werden. Disharmonien zu den Vorschriften konnten aufgezeigt, insbesondere in der Tierhaltung und den Transporten.
Die Thematik wurde emotionaler und zeitnäher, Vorgänge des aktuellen Zeitraumes konnten angeführt werden – Elefantenausbruch des Circus Krone in Neuwied, grauenvolle Haltungen beim Circus Balu, ausufernde Gewalt des Circus Granada u.v.m.
Es wurden politische Forderungen formuliert und auch das Verhalten der Medien und Verwaltungen beleuchtet.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die dreißig Teilnehmer der Veranstaltung noch eine halbe Stunde, bevor dann bei dem liebevollen veganen Büffet zugeschlagen wurde. Hier wurde selbstverständlich weiter diskutiert.

Am Rande der Veranstaltung stellte Birgit Rosenthal „Käfig beenden – die Europäische Bürgerinitiative“ vor. Weitere Informationen hierzu gibt es unter https://ciwf-int.endthecageage.eu/de-DE/live

 

            (Fotos: Ulrich Schulz)

       

Wildtiere im Zirkus auf der Wiese vor der Nordheidesporthalle, Buchholz (Fotos: Ingo Engelmann)

 

 

Wildtiere im Zirkus

Die Buchholzer Tierrechts-Gruppe von „Voice for the Voiceless“ lädt ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung im Holm-Seppenser Kulturbahnhof am

Samstag, 23. Februar 2019, 17 Uhr

Referenten sind die Tierrechtler Peter Hübner und Sascha Tressel, die seit Jahren namhafte Zirkusse bundesweit beobachten und die Praxis der Wildtierhaltung dort anprangern

https://www.facebook.com/fuertierrechte/.

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es ein veganes Buffet. Der „Runde Tisch“ empfiehlt aus der Erfahrung vergangener Kooperationen diese Information – und dieses Buffet!

Gespräch mit dem Bürgermeister

Gespräch mit dem Bürgermeister

Der Runde Tisch Natur-, Umwelt und Tierschutz und der Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse haben am 27. März 2018  ein zweistündiges Gespräch miteinander geführt. Der Runde Tisch wollte seine bisherigen Aktivitäten darstellen und Themen benennen, bei denen eine Kooperation mit der Stadt Buchholz angestrebt wird.

Das Gespräch verlief in offener und freundlicher Atmosphäre. Eine Reihe von Themen beschäftigt den Runden Tisch und den Bürgermeister gleichermaßen, so dass eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Dabei geht es zum Beispiel um den Umgang mit den ausgewilderten Stadttauben im Innenstadtbereich oder die Erhaltung des Stadtgrüns unter ökologischen Aspekten. Beim Thema der Atomtransporte durch Buchholz verwies Herr Röhse auf den Katastrophenschutzplan, der aktuell in der Entwicklung ist.

Der Runde Tisch stellte außerdem seine kritische Sicht auf den geplanten Abschuss von Wildschweinen im Steinbachtal dar. Auch der Besuch von Zirkussen in Buchholz, die Tiere (auch Wildtiere) unter z.T. erbarmungswürdigen Zuständen halten, wurde angesprochen. Der Runde Tisch regte an, sich bei Nachbargemeinden zu unterrichten, die solche Zirkusse in ihrem Bereich nicht dulden. Der Wunsch des Runden Tisches, die Koordination umweltrelevanter Themen in der Verwaltung in der Person eines Umweltbeauftragten zu bündeln, die es früher bereits gegeben hatte, stößt unter anderem auf Hindernisse im politischen Raum: die Verwaltung ist gehalten, Stellenkapazitäten eher zu verringern. Hier wäre es wohl erforderlich, dass der Runde Tisch mit den kommunalen Politikern Kontakt aufnimmt.

Der Runde Tisch würde sich freuen, den Bürgermeister beim kommenden Stadtfest auf der Bio-Oase begrüßen zu dürfen, die vom Runden Tisch seit über zehn Jahren mit ökologischen und veganen Speisen auf jedem Stadtfest durchgeführt wird.

(I. Engelmann)